Donnerstag, 21. September 2017

Mama und Papa spielen... Das Ältere Zeichen

Während ich auf die Neuauflage von Maus und Mystik gewartet habe, habe ich auch nach Spielen für meinen Mann und mich geschaut. Etwas aufwendigeres, das auch gern etwas länger dauern kann fürs Wochenende, wenn die Kinder im Bett sind. Die Legenden von Andor hatte ich als so ein Spiel angedacht, aber wir werden nicht so richtig warm damit. Es liegt uns nicht, nur die nötigsten Kämpfe  zu machen. Wenn Monster da sind, wollen wir sie auch umhauen. Es ist nicht so befriedigend sie marodierend durch die Gegend ziehen zu lassen.
Also brauchten wir etwas anderes, eine Alternative zu Munchkin, was sonst seinen Zweck für eine stressfreie Freitagabendunterhaltung erfüllt. Aber immer nur Karten spielen ist auch langweilig.
Darum machten wir eine Liste mit Spielen, die interessant klingen:
  • Arcadia Quest
  • Super Dungeon Explore: Der vergessene König
  • Iron Kingdoms - Die Unterstadt
  • Krosmaster Quest
  • Eldritch Horror
  • Arkham Horror
  • Das Ältere Zeichen
Vor allem mein Mann hatte großes Interesse an dem Cthulhu-Thema. Es ist mal was anderes und wir haben auch schon Cthulhu-Munchkin. Die Story von Iron Kingdoms - Die Unterstadt fand ich allerdings auch sehr interessant und es steht auch immer noch auf meiner länger und länger werdenden Liste (es gibt ja so viele tolle Spiele!).
Die Regeln von Arkham Horror sollen sehr kompliziert sein und es war auch teurer als Das Ältere Zeichen und Eldritch Horror. So schwankten zwischen Iron Kingdoms - Die Unterstadt und Das Ältere Zeichen. Wir haben es uns dann einfach gemacht und uns für das günstigere Spiel entschieden (waren aber nur ein paar Euros Unterscheid).
Beim ersten Lesen erschienen die Regel von Das Ältere Zeichen recht kompliziert: So viele unterschiedliche Karten in verschiedenen Größen, Würfel mit Symbolen drauf, gefühlte Tausend Marker und eine Uhr. Als wir dann aber anfangen konnten zu spielen, war es nicht mehr so kompliziert wie es schien. Abenteuer auswählen und versuchen, die Symbole auf den Abenteuerkarten zu würfeln, Karten u.U. als Erleichertung zu Hilfe nehmen, wenn man das Abenteuer geschafft hatte, Belohnung nehmen, wenn man gescheitert ist, die Sanktionen ausführen, an der Uhr drehen, fertig. SO schwer war es dann also doch nicht. Im Gegenteil, wir hatten sogar das Gefühl, wir hätten etwas falsch gemacht, weil es uns zu einfach erschien. Der Große Alte, dessen Ankunft wir im ersten Spiel zu verhindern hatten, war nicht einmal ansatzweise seinem Ziel nahe, als wir genügend ältere Zeichen erlangt hatten, um zu gewinnen.
Doch wir hatten nichts falsch gemacht und auch die nächsten Male, waren wir deutlich schneller als die Großen Alten... nur einmal nicht, da sind wir von Monstern regelrecht überrannt worden, hatten ohne Ende Würfelpech und scheiterten schließlich, als der Große Alte den Übergang in unsere Welt schaffte. Wir versuchten noch, ihn zu bekämpfen, aber es war komplett aussichtslos.
Insgesamt gefällt uns das Spiel sehr gut. Durch die vielen Ermittler, unter denen man wählen kann, und eine gute Auswahl an Großen Alten ist das Spiel jedes Mal anders. Das liegt natürlich auch am Würfelglück, das einem mal mehr, mal weniger hold ist und am Zufall, der die Abenteuer- und Mythoskarten (wenn die Uhr im Spiel Mitternacht zeigt, wird eine davon aufgedeckt) immer wieder neu mischt.

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