Freitag, 8. September 2017

Wir spielen... Der verzauberte Turm

Mit 4 bekam der Große zu Weihnachten Der verzauberte Turm. Es hat eine nette, märchenhaft anmutende Hintergrundgeschichte: Der Zauberer Rabenhorst hat eine Prinzessin entführt und in einen Turm eingeschlossen. Den Schlüssel hat er im Wald versteckt. Robin, der Held dieser Geschichte, versucht die holde Maid zu befreien. So kommt es zu einer Art Wettrennen um den Schlüssel.
Ein Spieler ist Robin und einer übernimmt den aus Erfahrung sehr begehrten Part des Zauberers. Denn den Schüssel unter einem der Bildplättchen zu verstecken ist viel besser als ihn zu suchen.

Der verzauberte Turm
Damit es zwischen dem Spieler von Robin und dem des Zauberers auch fair zu geht (schließlich sollte der Zauberer wissen, wo er den Schlüssel versteckt hat), bekommt Robin einen Vorsprung und darf auf einem von vier möglichen Startpunkten am Waldrand seinen Suche beginnen. Rabenhorst muss erst noch zum Wald laufen.
Es gib zwei Würfel: Einen mit roten und blauen Figuren darauf, der die Zugreihenfolge bestimmt und einen mit je einer roten und einer blauen Zahl auf jeder Seite, der angibt, wie weit jede Figur gesetzt werden darf.
Die Spieler würfeln gleichzeitig jeder einen Würfel und ziehen.
Wer den Schlüssel gefunden hat, merkt dies ziemlich schnell, denn die Holzfiguren (Robin und der Zauberer, die Prinzessin ist aus Plastik) sind mit einen Magneten im Boden versehen und wenn man sie auf das richtige Bildplättchen setzt, wird der Metallschlüssel angezogen und es macht KLICK!.
Ist der Schlüssel gefunden worden, wird ausprobiert, welches der 6 Schlösser im Turm das verschlossene ist. Wenn man es gefunden hat, hopst die Prinzessin heraus und ist frei mit ihrem Retter (sei es nun Robin oder der Zauberer) zu gehen. bleibt die Prinzessin im Turm, wird der Schlüssel erneut versteckt und das benutzte Bildplättchen wird umgedreht. Damit fällt es als künftiges Versteck aus.
Schönes, einfaches Kinderspiel, wenn die Kinder sich einigen, wer der Zauberer sein darf. Wir haben es auch schon versucht, dass die Jungs zusammen den Schlüssel verstecken und ich als Robin danach suche, aber das ist eskaliert. Sie verwandelten sich buchstäblich in Trolle, doch die gehören nicht in dieses Spiel, in dem die namenlose Prinzessin ganz untypisch nicht von einem namenlosen Prinzen gerettet wird... Wenn sie überhaupt gerettet wird. Denn wer weiß schon, was der Zauberer Rabenhorst mit ihr vor hat, wenn er sie "rettet"? Das lässt doch Raum für Spekulationen und eine eigene Fortsetzung der Geschichte.
Das wäre vielleicht noch nichts für 4- oder 5-jährige, aber bei älteren könnte man der entführten Königstochter einen Namen geben und sie von Rabenhorst beispielsweise in das verrückte Labyrinth verschleppen lassen oder ins Sagaland. Dort sucht der König immerhin einen Nachfolger. Das wäre doch vielleicht etwas für den Zauberer und die holde Prinzessin...
Ungeachtet des Schicksals der Prinzessin ist der verzauberte Turm ein schönes, gut durchdachtes Kinderspiel (es gibt sogar einen Ersatzschlüssel) und liegt mit einem Preis zwischen 20€ und 30€ gut im Familienbuget.





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